Was ist Transaktionsanalyse?

Die Ursprünge liegen bei Eric Berne, der 1963 mit seiner psychologischen Betrachtung „funktionsgestörter Gruppen“ in seinem Buch „Struktur und Dynamik von Gruppen und Organisationen“ einen Grundstein für die Transaktionsanalyse im Anwedungsfeld „Organisation“ legte. Zusätzlich gibt es die Anwendungsfelder Bildung, Beratung und Psychotherapie. Die Transaktionsanalyse wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich weiterentwickelt. Sie bietet heute mit der Integration der systemischen Transaktionsanalyse von Bernd Schmid und dem Anwendungsfeld Organisation sehr gute und anschauliche Konzepte für die Wirklichkeitskonstruktion durch Kommunikation im Arbeitsleben.

Einen guten und sehr zugänglicher Einstieg ermöglicht aus meiner Sicht das Buch* Werner Rautenberg, Rüdiger Rogoll (2014).
Werde, der du werden kannst: Persönlichkeitsentfaltung durch Transaktionsanalyse, Kreuz Verlag.

Was zeichnet die TA heute aus?

  • sinnvolle Verknüpfung verschiedener psychologischer Betrachtungsweisen
  • Berücksichtigung allgemeinmenschlicher Gegebenheiten als Ausgangspunkt für Theorie & Praxis
  • Vertrags- und Entscheidungsorientiertheit
  • Verfahren zur Erlebnishaften Korrektur prägender, einschränkender Kindheitserfahrungen
  • Ebenbürtige Partnerschaft zwischen TA-Partner und Partner
  • Ausrichtung auf Leitziele

Leitziel Autonomie

Der Begriff „Autonomie“ wird in der TA mit mehreren Aspekten gefüllt:

  • selbstbestimmte Verbundenheit zu sich selbst, anderen und der Welt
    Dieses Prinzip spiegelt sich auch in dem Ausdruck „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, in der Achtsamkeitslehre oder in den Ansätzen zur Corporate Happiness*.
  • offene und aufrichtige Kommunikation, Freiheit von Psychospielen
  • Spontanität, Fähigkeit zum lebendigen und unmittelbaren Selbstausdruck
  • Bewusstheit, vorbehaltlose sinnliche Wachheit
  • Bindungsfähigkeit, Kontakt ohne Verstrickung bspw. durch Abhängigkeit 
  • Skriptfreiheit nach Eric Berne: „strukturelle Neueinstellung und Reintegration“ der psychischen Inhalte und Energien 

 

Grundlage humanistisches Weltbild

Diese Veränderungsprozesse der letzten Jahrzehnten innerhalb der TA vollzogen sich auf Basis des humanistischen Gedankengut und deren Weltbild. In der Psychotherapie bleibt die TA daher leider Privatpatienten vorenthalten, wie andere Therapieformen auch (vgl. AGHPT – Arbeitsgemeinschaft Humanistische Psychotherapie). Die Transaktionsanalyse geht von den Grundannahmen aus, dass:

  • „jeder Mensch in all seinen Schattierungen und in seiner Ganzheit in Ordnung ist,
  • jeder Mensch in der Lage ist, die Verantwortung für sein Leben und dessen Gestaltung zu übernehmen. Er verfügt dazu über die Fähigkeit der bewussten Wahrnehmung und Steuerung seiner mentalen, emotionalen und sensorischen Vorgänge und der sich daraus ergebenden Handlungen bzw. sozialen Interaktionen.
  • jeder Mensch als fähig angesehen wird, sein Lebenskonzept (oder Lebensgestaltungsmuster) schöpferisch, zuträglich und konstruktiv zu gestalten.“ 
(DGTA (2014). Grundgedanken und Ursprünge der Transaktionsanalyse)

Ichzustandsmodell

Das Ichzustandsmodell ist ein zentrales Modell in der Transaktionsanalyse. Es basiert auf dem Modell von C.G. Jung, jedoch wurde es weiter unterteilt, was insbesondere im Kind-Ichzustand zu einer vollständigen Erklärbarkeit menschlichen Handelns führte. Das unerklärliche ES nach C.G. Jung, was für Stephen King eine Inspiration für seinen Roman und dem darauf basierenden Horrorfilm wurde, konnte dadurch aufgeklärt werden. Außerdem konnte man erklären, dass die Fähigkeit „Dagegen“ zu sein oder „Nein“ zu sagen, nicht immer eine (skript-)freie Willensentscheidung ist, sondern aus das beide Reaktionen aus dem angepassten Kind stammen, welches den Impulsen aus einen Eltern-Ichzustand folgt.

Das Ichzustandsmodell findet sich im Funktionsmodell wieder, was auch als Kommunikationsmodell bezeichnet wird. Dieses Model dient zur Erklärung von gezeigten Verhalten im Hier und Jetzt. Es taucht auch im Strukturmodell auf, was offenbart, welche Ichzustände bisher mit welcher Intensität ausgebildet wurden, es entspricht der psychischen Struktur eines Menschen. Das Modell fließt auch in die Autonomie ein, denn das Nutzen der gesunden, konstruktiven, förderlichen Ichzustandsanteile (grüne Anteile im Bild oben) ist nach Eric Berne Spontanität, die Teil des Autonomieprozesses ist. Mehr gibt es im Newsletter-Angebot oder bei der Zusammenarbeit mit mir und den Lösungen im Coaching

 

Mehr ist es unter Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse e.V. – TA eine elegante Theorie. Dort befinden sich auch die Ethikrichtlinien, denen ich mich als Mitglied und Transaktionsanalytiker verpflichte.

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