Werte

Scrum liegen 5 agile Werte zugrunde, welche das Team leiten und die Säulen ergänzen. Diese 5 Werte umfassen die Begriffe:

  • Respekt
  • Commitment
  • Fokus
  • Mut
  • Offenheit

Commitment ist ein zentraler Begriff, der wie eingangs erwähnt schon zu Missverständnissen beim Einführen von Scrum führte. In dem Wort Commitment schwingen neben der häufigsten Übersetzung „Verpflichtung“ auch die Bedeutungen Bindung, Engagement, und Hingabe mit. Commitment ist somit eine Verknüpfung zu den motivierten, eigenverantwortlichen Teammitgliedern. Gleichzeitig setzt die Übersetzung mit „Bindung“, Vertrauen, Respekt und Offenheit z.B. für die soziale Beziehungsebene voraus. Die Bedeutungen „Engagement“ und „Hingabe“ in der Übersetzung stehen in Verbindung mit den Werten Fokus und Mut.

Am Beispiel des Wertes „Commitment“ wird die kulturelle Dimension von Scrum aus meiner Sicht am deutlichsten. Scrum ist nicht nur eine Methode, die eine Veränderung der Prozesse, Tools & Techniken erfordert, sondern die Einführung fordert Lösungen für die agile und meist auch digitale Transformation im Unternehmen oder in der Organisation mit Transformationsberatung.

Lösungen für Seminare im klassischen, hybriden und agilen Projektmanagement und rund das Führen von Projekten unterstützen diese agile Transformation. Bei den intrapersonellen, persönlichen Aspekten zur Entwicklung des agilen Mindset unterstützt agile Coaching.

Scrum-Ethik basiert auf dem Leben und Verkörpern von Säulen und Werten in agilen Teams

Kern der agilen Methoden ist die Ausrichtung auf agile, autonome, eigenverantwortliche, selbstorganisierende Teams. Die Teammitglieder sehen sich gegenseitig als eigenverantwortliche Individuen und begegnen einander mit Respekt und auf Augenhöhe. Es gibt innerhalb des Teams keine Unterscheidungen im Titel, Rang oder in der Bezeichnung. Gleichwohl haben alle Teammitglieder sich unterscheidende Kompetenzen und Potentiale, die das Team bestmöglich für die Erledigung der Aufgaben und die Erreichung der Projektziele einsetzt.

Mit dem Wechsel auf agiles (Projekt-)Management rückt ein Unternehmen oder eine Organisation von dem klassischen Muster ab:

„Der Zweck heiligt die Mittel.“ (Redensart)

Durch Peter F. Drucker wurde diese Redensart 1954 mit der Einführung des „Management by Objectives“ (Management/Führung durch Zielvereinbarungen) und der SMART-Regel abgelöst. Diese Redensart sollte zur Vergangenheit im Management werden.

SMART steht für:

  • Spezifisch (angepasst auf Abteilung / Projekt)
  • Messbar (klare Vorgaben, Messgrößen bekannt und Verfügbarkeit von Messdaten in den Steuerungszyklen ist gegeben)
  • Aktiv beeinflussbar, Akzeptiert = auf Augenhöhe vereinbarte Ziele
  • Realistisch (umsetzbar)
  • Terminiert (definierte, bekannte Zeitlimits)

Faktisch wirkt die Redensart weltweit bis heute nach. Dies ist auch an der Revision des ursprünglichen Scrum-Guides erkennbar, denn im Sprint Planning wurde aus „Commitment“ ⇒ „Forecast“.  Sprich selbst nach 2001 war bei dem Einführen von Scrum in verschiedenen Unternehmen und Organisationen das im Projektmanagement bekannte Problem aufgetreten, dass die alte Redensart mit den einhergehenden Schuldfragen, Pflicht- und Loyalitätsfallen in Erscheinung trat.

Säulen

Die bekanntesten Säulen im Scrum sind „Inspect & Adapt„, wobei „Inspect“ für Überprüfen und „Adapt“ für Anpassen stehen. An diese beiden Säulen sind auch die vier Scrum-Ereignisse (Agile Werkzeuge) „Sprint Planning“, „Daily Scrum“ (Daily Standup), Sprint Review und Sprint Retrospektive geknüpft. Die Scrum-Ereignisse sind vier Techniken bzw. Settings für Besprechungen. Scrum setzt auf das komplexe Mittel der Kommunikation bzw. im Sinne das agilen Manifests auf die Interaktionen unter Individuen. Die Säulen im Scrum stehen für agile Prinzipien.

Scrum ist eine Methode, um im Sinne von Albert Einstein komplizierte oder komplexe Situationen aus der VUCA-Welt mit einer komplexen Methode zu lösen.

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
(Albert Einstein)

Die Scrum-Säulen bestehen aus den vier Begriffen:

  • Vertrauen
  • Transparenz
  • Überprüfen
  • Anpassen.
Agiles Führen

Agiles Führen und Führen auf Augenhöhe

Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective sind die vier standardisierten Gesprächssituationen und somit 4 agile Werkzeuge aus Scrum-Methode. Scrum kennt auch Rollen und somit sind agiles Führen und Führen auf Augenhöhe auch agile Tools, die auf dem agilen Mindset beruhen.

Blog zur agilen Welt oder via Newsletter auf dem Laufenden bleiben

Projekte und Projektführung aus Sicht der Geschäftsführung

Projekte und Projektführung aus Sicht der Geschäftsführung

Eine pointierte Betrachtung des Zusammenspiels von Projektführung, Linienführung und Geschäftsführung im täglichen Geschäft, auf Basis meiner Erfahrungen im Projektmanagement aus 2 Jahrzehnten. Führungsmindset, agiles Mindset, Scrum, VUCA, … fließen für ein aktuelles Führungsbild mit ein.

mehr lesen
Die 10 wichtigsten Führungsaufgaben – klassisch und agil

Die 10 wichtigsten Führungsaufgaben – klassisch und agil

Ausarbeitung der 10 wichtigsten Führungsaufgaben auf Basis einer Befragung mit rd. 50 Beteiligten. Das Ergebnis zeigt bei den Führungsaufgaben einen Fokus auf soziale, emotionale und systematische Kompetenzen. Der Wechsel von der Fachlichkeit in die organisatorische Führungsrollen wird deutlich.

mehr lesen
Projektführung und Linienführung in Unternehmen etablieren

Projektführung und Linienführung in Unternehmen etablieren

Beide Führungssysteme Führen Menschen und in der Realität wird schon dieser Ansatz heftig diskutiert. Projektführung leitet, führt und managet zeitlich begrenzte Unternehmungen (Projekte, Experimente oder Schnellboote). Linienführung macht dasselbe aus der Hierarchie heraus für Routineaufgaben, die sich regelmäßig und dauerhaft wiederholen oder für größtenteils vorhersehbare Sonderaufgaben. Beide Führungssysteme bestehen in den meisten Unternehmen oder anderen Organisationen, um auf den gefühlt schnelleren Wandel in der VUKA-Welt oder um auf den digitalen und agilen Transformationsdruck in der für das Unternehmen relevanten Umwelt zu reagieren. Die beschriebenen Lösungen und Engpässe aus den Perspektiven Ressourcen, Struktur, Sinn / Ziele, Kultur, Beziehungen und Persönlichkeit mit Fokus auf die Projekte inspirieren sie hoffentlich.

mehr lesen
Seminare und Trainings mit Landkarten für Wandel und Projekte

Seminare und Trainings mit Landkarten für Wandel und Projekte

Die Seminare bieten Impulse als Führungskräfteseminare, Projektmanagementseminare oder unterstützen Ihren Wandel, wie die IT-Seminare. Moderierte Live Online Seminare sind die digitale Ergänzung zu Präsenzseminaren. Zielgruppen aus der Berufsausbildung oder speziellen Situationen sind willkommen.

mehr lesen
Leadership Coaching – wie Führende den Ball ins Rollen bringen

Leadership Coaching – wie Führende den Ball ins Rollen bringen

Leadership Coaching ist Coaching für Führende, also Führungskräfte Coaching. Change Agents, Berater und Führungen ohne disziplinarische Funktion sind angesprochen, ihre Wahrnehmung, Kompetenzen und das Handeln beim Führen auf Augenhöhe, Entrepreneurship und (agilen) Mindset weiterzuentwickeln.

mehr lesen
Führen auf Augenhöhe – Führungsaufgaben mit neuem Mindset

Führen auf Augenhöhe – Führungsaufgaben mit neuem Mindset

Führen ist auf Menschen ausgerichtet, die sich auf ihrem Lebensweg befinden und somit ihrem eigenen, individuellen Entwicklungsprozess folgen. Führen auf Augenhöhe ist ein aktuell wieder verstärkt benutzter Begriff aus dem New-Work-Ansatz oder aus der Burnout-Präventionen. Führen auf Augenhöhe findet in gelingenden Beziehung statt. Führen auf Augenhöhe = Begegnen auf Augenhöhe.

Die gelingenden, sozialen Beziehungen sind im Sinne der WHO ein Aspekt der Gesundheit, insofern ist Führen auf Augenhöhe auch ein Aspekt von gesund Führen.

mehr lesen